Lamellendach: wovon wir abraten und was wir empfehlen

Auf einen Blick

  • Dünne Aluprofile: Die Wandstärke ist sehr wichtig. Billigdächer haben oft nur 1,4 bis 1,8 mm.
  • Lamellenlager aus Kunststoff: UV-Licht macht Plastik spröde. Achten Sie hier besonders genau hin.
  • Nur lackiert statt pulverbeschichtet: Die Farbe blättert früher ab.
  • Solarlamellen, Cabriodächer und Wettersensoren: Sie klingen gut, machen im Alltag aber oft Ärger.
  • Unsere Empfehlung: starke Profile, Lager aus Messing und Edelstahl, drehbare Lamellen und Bedienung, die Sie selbst in der Hand haben.

Wir haben in den letzten 10 Jahren mehr als 450 Projekte umgesetzt. Dabei haben wir gesehen, was sich im Alltag bewährt und was nicht. Billige Dächer sehen im Prospekt oft gleich aus wie gute. Den Unterschied merken Sie erst nach ein paar Jahren. Manche Extras klingen gut, machen aber später Ärger. Hier lesen Sie, wovon wir abraten und was wir stattdessen empfehlen.

Dünne Aluprofile: die Wandstärke ist entscheidend

Illustration Wandstärke: dünnes Billigprofil mit 1,4 bis 1,8 mm gegen stabiles Profil mit 3 bis 5 mm
Illustration: Wandstärke im Vergleich

Die Wandstärke ist der wichtigste Wert an einem Lamellendach. Billige Dächer haben oft nur 1,4 bis 1,8 mm dünnes Aluminium. Solche Profile biegen sich bei Schnee und Wind eher durch. Lamellen können sich verziehen und schließen dann nicht mehr dicht. Fragen Sie jeden Anbieter schriftlich nach der Wandstärke von Lamellen, Trägern und Pfosten.

Unsere Profile haben 3 bis 5 mm Wandstärke, die Lamellen 5 mm am Bug. Wie viel das ausmacht, zeigt der Beitrag 5 mm Wandstärke bei Lamellen.

Lamellenlager aus Kunststoff: achten Sie besonders darauf

Illustration Lamellenlager: Kunststoff wird durch UV-Licht spröde, Messing und Edelstahl bleiben stabil
Illustration: Kunststofflager gegen Messing und Edelstahl

Jede Lamelle dreht sich in zwei Lagern. Bei vielen günstigen Dächern sind diese Lager aus Kunststoff. Das sieht man auf Fotos nicht. Sonne und UV-Licht machen Plastik mit der Zeit spröde. Dazu kommt die Dauerlast der Lamellen. Die Lager bekommen Risse, die Lamellen klappern, hängen schief oder klemmen. Der Tausch ist mühsam, weil jede Lamelle einzeln heraus muss.

Wir verwenden darum kein Plastik. Unsere Lamellen lagern in Messing und laufen auf Bolzen aus Edelstahl. Das rostet nicht und schmiert sich selbst. Fragen Sie bei jedem Angebot nach, woraus die Lamellenlager sind.

Nur lackiert statt pulverbeschichtet

Billigware ist oft nur lackiert. Lack ist dünner und weniger fest als eine Pulverbeschichtung. Sonne, Regen und Frost setzen ihm zu. Nach einigen Jahren blättert er ab oder bleicht aus. Bei uns ist jedes Aluteil in mehreren Schritten pulverbeschichtet und eingebrannt. Mehr dazu lesen Sie unter Pulverbeschichtung.

Solarlamellen: teuer, wenig Ertrag, kurze Lebensdauer

Lamellendach mit Solarlamellen, Symbolbild
Symbolbild: Lamellendach mit Photovoltaik-Lamellen. Kein Produkt von my-pergola24.

Solarzellen auf den Lamellen klingen nach einer guten Idee. Das Dach macht Strom, während Sie im Schatten sitzen. In der Praxis geht die Rechnung selten auf. Die Lamellen drehen sich und werfen Schatten aufeinander. Der Ertrag ist darum deutlich kleiner als auf einem Hausdach.

Dazu kommen Kabel in jeder beweglichen Lamelle. Jede Bewegung belastet die Leitungen. Fällt ein Modul aus, ist der Tausch aufwendig und teuer. Für das gleiche Geld bekommen Sie auf dem Hausdach viel mehr Strom. Von Solarlamellen raten wir darum klar ab.

Cabriodächer und verschiebbare Lamellen: viel Mechanik, viel Wartung

Cabriodach mit verschiebbaren Lamellen über einer Terrasse, KI-generierte Symbolabbildung
Symbolbild (KI-generiert): Cabriodach mit zusammengeschobenen Lamellen. Kein Produkt von my-pergola24.

Bei einem Cabriodach fahren die Lamellen zusammen und geben den Himmel frei. Dafür braucht es Schienen, Rollen, Seilzüge oder Ketten. Diese Teile stehen das ganze Jahr im Freien. Staub, Laub, Pollen und Frost setzen ihnen zu.

Je mehr bewegliche Teile ein Dach hat, desto mehr kann klemmen oder verschleißen. Solche Dächer brauchen viel Pflege und regelmäßige Wartung durch Fachleute. Auch Dichtheit, Wind und Schnee sind schwerer zu lösen. Von Cabriodächern raten wir darum klar ab. Unsere Lamellen drehen sich von 0 bis 140 Grad. Offen stehen sie fast senkrecht und lassen viel Licht und Luft durch.

Wind- und Sonnensensoren: das Dach macht nicht, was Sie wollen

Illustration: Wind- und Sonnensensor, Solarlamellen und Cabriodach durchgestrichen
Illustration: Viel Technik, wenig Nutzen

Sensoren sollen das Dach von selbst öffnen oder schließen, wenn Wind aufkommt oder die Sonne scheint. Im Alltag sieht das oft anders aus. Die Fühler sitzen ungeschützt im Freien. Nach einigen Jahren lassen sie nach oder fallen aus. Dann reagiert das Dach zu spät, zu früh oder gar nicht.

Auch eine gute Automatik passt selten zu dem, was Sie gerade wollen. Das Dach öffnet sich, obwohl Sie im Schatten sitzen. Oder es schließt bei einer Wolke, die nach einer Minute weiterzieht. Darum bauen wir bewusst keine Wettersensoren ein. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Vorteile manueller Steuerung.

Ohne Sensor bedienen Sie das Dach selbst. Öffnen Sie die Lamellen ab Wind von ca. 50 km/h und bei Schnee oder Frost. Die Konstruktion ist für Windböen bis 140 km/h ausgelegt. Mehr dazu lesen Sie unter Lamellendach bei Wind, Schnee und Hagel.

Was wir empfehlen

  • Aluprofile mit 3 bis 5 mm Wandstärke, Lamellen mit 5 mm am Bug.
  • Lamellenlager aus Messing mit Bolzen aus Edelstahl, kein Plastik.
  • Pulverbeschichtung in mehreren Schritten statt einfachem Lack.
  • Drehbare Lamellen und ein leiser Motor, den wir bei Bedarf ohne Abbau des Dachs tauschen.
  • Bedienung per Fernbedienung, Wandtaster oder App, auf Wunsch auch mit Home Assistant.
  • Seitenteile und Licht gleich mitplanen. Nachrüsten geht, ist aber teuer.

Wie Sie Angebote vergleichen, zeigt der Beitrag 10 Punkte, an denen Sie einen guten Anbieter erkennen. Was Ihr Dach kostet, sehen Sie sofort im Konfigurator. Fertige Anlagen können Sie bei einem Termin vor Ort in Hallein ansehen. Vereinbaren Sie dafür vorher einen Termin über die Kontaktseite.

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